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Artikel aus der Main Post vom 15. Oktober 2016

Tanken ist das Geschäft von MINOVA

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http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Flughaefen-Kerosin-Zapfsaeulen;art736,9383778

 

Die „iNPUT 16“ lockte rund 70 Teilnehmer in die Motorworld in Böblingen bei Stuttgart und lieferte kurzweilige Gespräche, interessante Fachthemen und echt heißes Blech.

Von Märkten und Querdenkern

Edle automobile Raritäten von Bentley, Lamborghini, McLaren, Porsche und vielen anderen sowie seltene Oldtimer aus über 100 Jahren Automobilgeschichte. Das begeisterte die Teilnehmer der zweiten Veranstaltung der „iNPUT“‐ Reihe* in der Motorworld in Böblingen und bildete den Rahmen für ein abwechslungsreiches Tagungsprogramm.

Keine Denkverbote

Werden in der aktuellen energiepolitischen Diskussion wichtige Zusammenhänge ausgeblendet? Esther Chrischilles vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln sagt ja. So werde die Importabhängigkeit vor allem als Risiko dargestellt. Doch weltweite Handelsbeziehungen sind keine Einbahnstraße. „In irgendeiner Weise über ein Autarkie‐Szenario nachzudenken, ist unzureichend und passt nicht in die ökonomische Realität der heutigen Zeit", ist sie überzeugt. 

Dekarbonisierungspfade und Versorgungssicherheit brauchen vielmehr Technologieoffenheit sowie liquide und verbundene Märkte. Wie Untersuchungen zeigen, stieg in Phasen ho‐ her Ölpreise der Bedarf an Investitionsgütern in den Energie‐exportierenden Ländern enorm an. Gerade Deutschland als exportstarke Volkswirtschaft profitierte davon unmittelbar. 

Wer Dekarbonisierung wirklich ernst nehme, dürfe die Auswirkungen bei den Energieexporteuren und die Folgen auf die deutsche Wirtschaft nicht außer Acht lassen. Derzeit manifestiere sich in Deutschland eher eine angstgeprägte Geisteshaltung, die zu einer alles kontrollieren wollenden Ordnungspolitik führt. Chrischilles hält offene Suchlösungen für das Gebot der Stunde, ohne sich dabei vom Ziel zu unterscheiden. Letztlich könne ja die Abhängigkeit von Importen durch einen geringeren Anteil von Öl und Gas am deutschen Energiemix nicht beseitigt werden. Sie verlagere sich nur auf andere Rohstoffe wie beispielsweise seltene Erden. 

Für ein „Querdenken“, dafür, „einen anderen Blickwinkel auf das einzunehmen, was uns täglich begegnet" plädierte Gerd‐Inno Spindler. Mit seiner langjährigen Branchenerfahrung entwickelte er eine ganze Reihe alternativer Ansätze, um im Energiehandel zu neuen Lösungen zu finden. 

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, immer das Gleiche zu tun und auf andere Ergebnisse zu hoffen“, zitierte Spindler Albert Einstein. Diese Erkenntnis gilt auch für die Mineralölbranche. Unsere Lebensverhältnisse, unsere Kunden, unser Wettbewerb sind in ständiger Veränderung. Unerwartete, neue Lösungen ändern etablierte Zustände radikal. Kümmern wir uns genug darum? Ziehen wir die richtigen Schlussfolgerungen für unser Geschäft? Holen wir uns Anregungen aus anderen Bereichen? Wissen wir, was unser Kunde wirklich braucht und will? Spindler sieht hier noch erheblichen Handlungsbedarf. Vor allem in der tatsächlichen Umsetzung neuer Ideen in den Unternehmen. Dabei hat er weniger die Erweiterung auf neue Energieträger wie Pellets, Strom oder Gas im Blick, sondern vielmehr die aktive Kundenansprache, neue Wege, um Kunden zu begeistern und zu binden, auf ihre sich wandelnden Bedürfnissen einzugehen. „Die Route muss neu berechnet werden. Für den Energiehandel ist das die zentrale Herausforderung für eine erfolgreiche Zukunft“ ist Spindler überzeugt. 

Wie schnell die technische Entwicklung im Fahrzeugbereich voranschreitet, demonstrierte Marco Litzrodt (MAN Truck & Bus) am Beispiel der Fahrassistenzsysteme im Lkw. Schon heute gibt es eine Reihe von technischen Ausstattungen, die den Fahrer unterstützen und ihm helfen, Fehler zu vermeiden, die die Sicherheit erhöhen, aber auch den Kraftstoffverbrauch senken und damit die Umwelt entlasten. 

Doch bis zum viel diskutierten „autonomen Fahren“ ist es noch ein weiter Weg. In der nächsten Stufe erwartet Litzrodt eine Teilautomatisierung, bei der der Fahrer das System allerdings jederzeit überwachen muss. 

Der globale Überblick

Mit seinen Prognosen zur Entwicklung der globalen Rohölmärkte liegt Frank Klumpp, Rohstoffanalyst bei der Landesbank Baden‐Württemberg häufig richtig. Grundlage dafür sind detaillierte Analysen von Angebot und Nachfrage im globalen Maß‐ stab. Dazu tragen eine Vielzahl von Faktoren bei, wie Förderkosten, Marktinteres‐ sen, die Wirtschaftsentwicklung und technische Trends, die zu mehr Effizienz und weniger Energieverbrauch führen. 

Nach jahrelanger recht gleichmäßiger Preisentwicklung trat im November 2014 eine grundlegende Änderung ein. Seitdem will Saudi‐Arabien nicht mehr der Swingproduzent sein, der den Ölhahn entsprechend der Nachfrage auf und zu dreht und damit den Preis stabilisiert. Mit dem zusätzlichen Angebot an US‐amerikanischen Schieferöl erhöhten sich die Ölmengen auf dem Markt und die Preise gerieten ins Rutschen. Doch wie geht es weiter? 

Angesichts niedriger Preise wurden un‐ wirtschaftliche Schieferölbohrungen eingestellt. Gleichzeitig ließen die Investitionen in die Ölförderung weltweit nach. Beides kann langfristig wieder zu steigenden Ölpreisen führen. Schon für das kommende Jahr rechnet Klumpp nicht mehr mit einem solchen Angebotsüberhang wie derzeit. Allerdings werden bei höheren Preisen die Schieferölbohrungen wieder rentabel. Das deckelt das Preispotenzial nach oben. Und so rechnet Klumpp kurzfristig mit einer moderaten Entwicklung an den Ölbörsen. Über einen Horizont von vier bis fünf Jahren könnten indes die jetzt ausbleibenden Investitionen zu einer Angebotsverknappung und entsprechenden Preiserhöhungen führen. Nach den bisherigen Szenarien ist dann ein Niveau um die 80 US‐Dollar pro Barrel durchaus möglich. 

Zukunftssicherung durch Kooperation

Mit seinem Einblick zu Kooperationsmöglichkeiten im Mineralölhandel erläuterte Marcus Schäfer verschiedene Modelle, mit denen auch kleine Mittelständler der Branche ihre Zukunft sichern können. Aus seiner Branchenerfahrung gab er auch eine Antwort auf die Publikumsfrage, wie sich der Wert eines Unternehmens realistisch ermitteln lässt. 

Bei den Teilnehmern, von denen einige bereits bei der ersten Ausgabe der „iNPUT“‐ Reihe im vergangenen Jahr dabei waren, kommt das Veranstaltungsformat gut an. Mit einer Fortsetzung kann also gerechnet werden. 

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Power für 850 Tonnen

Bild: Hans-Henning Manz

Auf einem Flugfeld herrscht die höchste Sicherheitsstufe – bei der Betankung erst recht. Damit die Flugturbinen ihren silbernen Vogel zuverlässig in die Lüfte tragen, muss am Boden alles reibungslos funktionieren – ein komplexes Zusammenspiel von Mensch und Technik.

Flugzeuge zu betanken ist ein ganz besonderes Geschäft und eine Welt für sich. Die in diesem Bereich tätigen Menschen müssen genau wissen, was sie tun. Dafür gibt es präzise Vorschriften und Regeln, die unbedingt einzuhalten sind. Denn geht etwas schief, können hohe Kosten entstehen und Menschen gefährdet werden. Am Rhein-Main-Flughafen starten und landen an den meisten Tagen über 1.000 Flugzeuge und müssen betankt werden.

Einer der für die Flugzeugbetankung zuständigen Dienstleister am Frankfurter Flughafen ist Skytanking. Das Hamburger Unternehmen – eine Tochter von Marquard & Bahls – ist an über 40 internationalen Flughäfen in 11 Ländern aktiv und schlägt mehr als 13 Milliarden Liter Kerosin pro Jahr um. Damit werden jährlich rund 1,2 Millionen Flugzeuge betankt – ein guter Teil davon auf dem Frankfurt Airport.

Dabei ist Skytanking in Frankfurt nur ein Glied in der Kette. Das Unternehmen wird von verschiedenen Mineralölgesellschaften, die bei den einzelnen Fluglinien unter Vertrag stehen und den Flughafen mit Kerosin beliefern, mit der Betankung der Maschinen beauftragt.

 

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